Zunächst wird der Unterbrecherabstand eingestellt: Dazu wird das Polrad in Pfeilrichtung gedreht, bis die Kontakte abgehoben haben, die weiteste Öffnung wird dabei auf 0,2 – 0,3 mm eingestellt. Die zuvor gelöste Befestigungsschraube für Kontaktträger wieder anziehen.
Anschliessend wird die Vorzündung eingestellt: Das Polrad wird wiederum in Pfeilrichtung gedreht, bis der Kolben die oberste Stellung (OT) erreicht hat. Polrad entsprechend markieren.
Die Vorzündung beträgt 2,1-2,5 mm vor oberem Totpunkt, wenn der Unterbrecher gerade zu öffnen beginnt. Ein zwischen die Unterbrecherkontakte geklemmtes Blattmass von 0,03-0,05 mm muss bei dieser Kolbenstellung gerade noch frei werden, so dass es sich herausziehen lässt.
Vorgehensweise: Das Polrad soweit entgegengesetzt dem Pfeil drehen, bis der Kolben entsprechend 2,1 – 2,5 vor dem OT steht (Zündzeitpunkt). Stimmt die Einstellung der Zündung nicht mehr, so muss die Grundplatte des Schwungradlichtmagnetzünders in der erforderlichen Richtung verschoben werden. Zu diesem Zweck beide Schrauben für Grundplatte 1/2 bis 1 Umdrehung lösen und die Grundplatte durch leichtes Klopfen auf einen dort angesetzten Schraubenzieher verschieben. Nach Festziehen der Befestigungsschrauben nochmals wie beschrieben auf richtigen Zündzeitpunkt prüfen. Markierung Grundplatte – Kurbelgehäuse anbringen / ändern.
Zur Reparatur der Kupplung muss der Motor nicht ausgebaut werden, es genügt, den Kupplungsdeckel nach abziehen des Kettenritzels zu demontieren.
Beim Zusammensetzen der Kupplung die Lamellen mit beidseitig mit Getriebeöl benetzen!
Nach dem Zusammenbau der Kupplung muss die Mutter auf der Kupplung muss so fest angezogen werden bis sie rutscht, dazu vorher das große Zahnrad der Antriebswelle blockieren (z.B. mit Spezialwerkzeug).
Beim Zweigangmotor benötigst man ca. 135 ml und für einen Dreigangmotor ca, 210 ml Getriebeöl (SAE 80). Am besten die Kontrollschraube öffnen und in den Einlassstutzen Öl hineinlaufen lassen bis es an der Kontrollöffnung wieder austritt.
Wenn gebrauchte Kupplungsbeläge noch ca. 50% ihrer vollen Stärke haben, kann man sie getrost verwenden.
Erste Regel: Wende nie Gewalt an, da geht immer was bei kaputt !
1. Beim Ausbauen der Lager und Simmerringe (Wellendichtringe) ist Wärme immer hilfreich! Wenn das Gehäuse gleichmässig temperiert ist, fallen die Lager teilweise ohne zusätzliche Mittel und Hebel von selbst heraus. Mit Gewalt leiden da nur die Lagersitze und die neuen Lager sitzen dann nicht mehr richtig.
2. Zum Einbau das Gehäuse wieder erwärmen (z.B. durch Heizluftgebläse), die Lager sollte man immer Stunden vorher ins Tiefkühlfach legen. Beide Teile ordentlich einfetten und das Lager in die Aufnahme einsetzen, eventuell mit Holz und kleinem Hammer „leicht“ nachhelfen. Bitte darauf achten das die Lager gleichmässig in den Sitz rutschen und sich nicht schräg stellen und verkanten.
3. Wenn die Lager noch gut sind kann man sie sicherlich drin lassen. Bei einer grossen Instandsetzung sollte man aber alle Lager tauschen, damit man später wegen eines defekten Lagers den ganzen Motor auseinander bauen muss!
Wenn die Dichtflächen ok sind, braucht man nur eine gute Dichtung. Falls die Dichtflächen nicht mehr so toll sind (was leider oft der Fall ist), sollte zusätzlich flüssiges Dichtungsmaterial (z.B. Hylomar) auf die Dichtflächen auftragen werden. Vorher sind die Dichtflächen öl- und fettfrei zu machen (z.B. durch Bremsenreiniger).
Zuerst die hintere Schiene mit zwei Schrauben und zwei Kranzscheiben mit dem Sattel verbinden. Dann den vorderen Bügel in die Doppeldecke einführen.
Der ganze Sattel muss in fast kochendes Wasser gelegt werden. Wenn das Gummi weich genug ist, wird der Sattelbügel in die zwei Öffnungen eingeführt und mit einen sehr, sehr kräftigem Ruck auf Druck gespannt. (Handschuhe benutzen).
Zuerst die Bremsscheibe aufsetzen und mit der Sechskantmutter befestigen. Lässt sich nun die Bremsscheibe leicht drehen, brauchen keine Ausgleichsscheiben unterlegt werden. Bei Schwergang eine Ausgleichsscheibe unterlegen und wieder die Leichtgängigkeit der Bremsscheibe prüfen. Solange Scheiben unterlegen, bis sich die Bremsscheibe leicht drehen lässt.
Falls die Maschine nach einer Abkühlphase wieder ohne Mucken wieder anspringt kann das Problem bei der Zündspule liegen. Also die Zündspule prüfen!
Das geht so: Bei kaltem Motor die Zündkerze herausschrauben und den Zündfunken prüfen; dieser sollte hellblau und kräftig sein. Dann eine Probefahrt machen bis das Problem wieder auftritt. Wieder die Zündkerze herausschrauben und den Zündfunken kontrollieren; falls dieser eher weiß und schwach ist, dann die Zündspule defekt und muss ausgetauscht werden.
Grund des Defektes: Du Alterung ist die Isolation der Zündspule schadhaft. Sobald die Spule richtig warm (heiß) wird, entstehen Windungsschlüsse in der Spule, dadurch wird die Zündspannung geringer, der Zündfunke wird regelrecht vom Gemisch ausgepustet, der Motor geht aus!
Falls die Zündspule ok sein sollte, dann kann es noch an der Benzinzufuhr liegen. Hierzu die Tanklüftung überprüfen. Das geht am einfachsten durch eine Probefahrt mit offenem Tankdeckel (halbleerer Tank). Falls es daran nicht gelegen hat, dann Benzinhahn, -filter und -leitung überprüfen, ob ausreichend Benzin nachkommt.
In der folgende Reihenfolge muss das Vorderrad eingebaut werden:
-Steckachse von der Bremsenseite eingestecken
-Schwinghebel, rechts
-Radnabe
-kleine Distanzrolle
-Tachoantrieb
-Schwinghebel. links
-Mutter
Die Distanzrolle wird zur Einhaltung des Abstandes zwischen Radnabe (Speichen) und Schwinghebel. Wenn die Scheibe nicht eingebaut wird, dann dreht sich der Tachoantrieb mit und beschädigt die Tachowelle.
Bei Quicklys ohne Tacho wird an Stelle des Tachoantriebs mit der kleinen Distanzrolle eine dickere Distanzrolle eingebaut; diese ist ca. 12 bis 15 mm stark.
Die höhere Seite der Kolbenfenster (Ausschnitte für die Überströmkanäle) muss nach hinten (zum Einlass) zeigen.
Die folgenden Reifengrößen sind den verschiedenen Modellen zugeordnet:
Quickly N, S, L: 26 x 2.00
Quickly N 23: 23 x 2.00
Quickly S23, Cavallino: 23 x 2.25
Quickly T, TT, TT/K, S2-23, F23:
Vorderrad: 23 x 2.25
Hinterrad: 23 x 2.50
Hier eine Auflistung der aktueller Vergleichstypen (Beispiele):
Bosch: W7AC
Champion: L-86
NGK: B-6H
Die beiden Lagerkonen des Radlagers nur so fest anziehen, dass sich das Rad auf der Nabe ohne fühlbaren Widerstand dreht.
Wird zu fest angezogen, presst es die Kugeln der Lager in die Konen und die Lagerschalen sind schnell hin.
Neues Fett in den Lagern nicht vergessen! Besser etwas mehr Fett benutzen als zu wenig. Das überschüssige Fett wird beim Anziehen eh wieder herausgedrückt.